01.09.2016 Grundsätze der Förderung zur Kriminalprävention in Winsen (Luhe) stehen fest:

 

1. Was wird gefördert?

Maßnahmen zum Schutz von Eigentum und Besitz vor Einbruch.

Eine Förderung kann nur erfolgen, wenn alle nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Maßnahmen müssen von einem Mitglied des Präventionsteam der Polizeidirektion Lüneburg oder einem von der Stiftung anerkannten Sicherheitsexperten empfohlen werden (Sicherheitsanalyse). Die Sicherheitsanalyse kann kostenlos auch über die Stiftung angefordert werden.
  • Es werden elektronische und mechanischen Sicherungsmaßnahmen am Wohnraum bezuschusst.
  • Alle Arbeiten müssen von Fachbetrieben ausgeführt werden und es müssen grundsätzlich geprüfte und zertifizierte Produkte zur Nachrüstung oder für einen Neueinbau verwendet werden.

2. Art und Höhe der Förderung?

Der Zuschuss beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen und durch Einzelnachweis belegten Aufwendungen, jedoch maximal 3.000 Euro pro Gebäude beziehungsweise Wohnung und je Antragsteller/-in. Die Bewilligung der Zuschüsse erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel nach pflichtgemäßem Ermessen. Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch. Mögliche Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln werden durch die Stiftung beantragt und auf den Zuschuss angerechnet. Wohlhabende Antragsteller können maximal einen Zuschuss von 10 Prozent erhalten.

3. Grundsätzliche Fördervoraussetzungen?

Der Zuschuss wird nur bewilligt, wenn bis zum Zeitpunkt der Bewilligung das jeweilige Projekt noch nicht begonnen wurde und außer für Planungsleistungen weder Lieferungs- noch Leistungsverträge abgeschlossen worden sind. Die Aufwendungen müssen nach Art und Umfang erforderlich sein, um die Empfehlung der Sicherheitsanalyse umsetzen zu können. Die Stiftung hat das Recht, vor Ort die ordnungsgemäße Durchführung der Maßnahme, insbesondere ob zertifizierte und geprüfte Produkte fachgerecht eingebaut wurden, zu überprüfen.

4. Wer kann einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind nur natürliche Personen als Eigentümer/in, Mit- eigentümer/-in und Mieter/-innen. Ausgenommen sind Maßnahmen von juristischen Personen, Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie zum Beispiel Kommunen, Länder, Bund, Kirchen und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

5. Antragsverfahren?

Der Förderantrag ist formlos mit den folgenden Unterlagen einzureichen:

  • genaue Beschreibung des geplanten Vorhabens
  • Sicherungsempfehlung der Polizei oder eines Sicherheitsexperten (Sicherheitsanalyse)
  • Angebot eines Fachbetriebs, aus dem die (ggf. auch nur teilweise) vorgesehene Umsetzung der Sicherungsempfehlungen hervorgeht. Zertifizierungsnachweise (DIN-Nrn.) der vorgesehenen Komponenten sind beizufügen.
  • Fotos vom Bestand.

Ergänzende Unterlagen können von der Stiftung im Bedarfsfall noch angefordert werden.

6. Auszahlung des bewilligten Zuschusses

Die mit Bescheid bewilligten Sicherungsmaßnahmen sind innerhalb der darin festgelegten Frist durchzuführen. Nach Durchführung der Maßnahme wird der Zuschuss unter Vorlage der Originalrechnungen (werden zurückgegeben) und aktueller Fotos ausgezahlt.